Freie Plätze verfügbar

Sexualberatung für Alle.

in Köln und online mit Mila Hoxha

Ich begleite dich mit meiner Sexual- und Paarberatung auf dem Weg zu mehr Nähe, Klarheit und Verbindung – mit dir selbst und in deinen Beziehungen. Vielleicht fühlst du dich verunsichert, funktionierst nach außen weiter oder spürst, dass etwas nicht mehr stimmig ist.

Du musst das nicht allein herausfinden. 

Ich arbeite mit Menschen
die bereit sind für Veränderung

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EInzelpersonen

Paare

Queere Menschen

Menschen mit Trauma

Sexual- und Paarberatung in Köln

Was in meiner Beratung Raum findet

Sexualität ist ein lebenslanger Lernprozess, der häufig unbewusst von statten geht, geprägt durch Elternhaus, Gesellschaft und Kultur in der wir leben.

In unserer Arbeit schauen wir gemeinsam, was genau deine Sexualität geprägt hat – welche Erfahrungen, Überzeugungen und Muster unbewusst wirken. Nicht um sie zu bewerten, sondern um zu verstehen, und zu erkennen was gehen darf, was bleiben soll und was dazukommen kann.

Wir arbeiten nicht nur mit Worten. Viele sexuelle Schwierigkeiten zeigen sich im Körper – und lösen sich dort auch wieder. Durch Wahrnehmung, Atem und gezielte Übungen lernt dein Nervensystem: Hier bin ich sicher. Hier darf ich spüren.

Das Ergebnis: Du lernst Dich dich besser kennen. Du weißt, was du willst. Und du weißt, wie du dahin kommst.

Gerne greife ich mit Ihnen beispielsweise eines der nachfolgenden Themen in einer Sexualberatung auf. Außerdem sind Sie mit Ihren ganz persönlichen Fragen zu einer Sexualberatung willkommen.

mehr lesen

Individuelles sexuelles Profil – Was mag ich? Was ist mir wichtig?

Wie verführe ich meine*n Partner*in?

Was wollen wir als Paar beim Sex ausprobieren?

Sexuelle Lerngeschichte: Was bringe ich schon mit? Was möchte ich noch dazulernen?

Sexuelle Kommunikation mit der*dem Sexualpartner*in

LGBTQI*-Themen zum Sexualleben

Sexuelle Orientierung: Coming-In und Coming-Out

Gestaltung von erotischer und sexueller Intimität in Paarbeziehungen

Partnerschaftliche Sexualkonflikte

Erstinformation zu psychosexuellen Anliegen

Sexuell offene Beziehung – Ja, Nein, Jein?

Paarsexualleben und besondere Vorlieben (Rollen, Kinks) beim Sex

Schwuler Sex, sexuelle Rollen (aktiv / passiv) und Co

"Ich helfe Paaren, die Gespräche zu führen, die sie führen sollten, aber bisher nicht führen konnten."

lets talk about it

Was Klient*innen später sagen

Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt. Hier teilen Menschen ihre Erfahrungen aus der Beratung. 

Über mich

Mein Name ist Mila Hoxha.

Ich lebe mit meinem Partner und unseren zwei Kindern in Köln. Beziehung, Familie und Nähe sind für mich deshalb nicht nur berufliche Themen, sondern auch Teil meines eigenen Lebens. Ich weiß, wie lebendig Verbindung sein kann – und wie herausfordernd es manchmal ist, in Kontakt zu bleiben.

Studiert habe ich Kunsttherapie in den Niederlanden. Danach habe ich viele Jahre mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen gearbeitet: ambulant, stationär und in der Suchthilfe. Diese Erfahrungen haben meinen Blick dafür geschärft, wie eng Körper, Gefühle, Beziehungsmuster und biografische Erfahrungen miteinander verbunden sind.

Heute verbinde ich diese Erfahrung mit meiner Weiterbildung im berufsbegleitenden Masterstudiengang Sexologie. Mir ist wichtig, dir nicht nur zuzuhören, sondern gemeinsam mit dir zu verstehen, was in deinem Erleben Sinn ergibt – und was dir konkret helfen kann, wieder mehr Klarheit, Selbstkontakt und Verbindung zu finden.

Masterstudiengang Sexologie ( Merseburg, bis 2026)

Studium Suchttherapie (Katho Köln)

Yogatherapeutin

B.A. Kreative Therapie

Häufig gestellte Fragen zur Sexual- und Paarberatung

Fragen, die viele nicht stellen

Die Antworten ersetzen kein persönliches Gespräch. Sie können dir aber eine erste Orientierung geben und dir helfen, dein Anliegen besser einzuordnen. Wenn deine Frage hier nicht beantwortet wird oder du spürst, dass du genauer hinschauen möchtest, kannst du mir gern schreiben.

Deine Frage war nicht dabei?

Wenn du eine Frage hast, die hier nicht beantwortet wurde, kannst du mir gern schreiben. Ich antworte dir persönlich.

Diese Frage höre ich sehr häufig. Meist steckt dahinter weniger Neugier auf Statistik als eine tiefere Verunsicherung: „Stimmt mit uns etwas nicht?“

Viele Studien zeigen Durchschnittswerte. Paare haben demnach unterschiedlich häufig Sex – manche mehrmals pro Woche, andere seltener. Mit zunehmender Beziehungsdauer verändert sich die sexuelle Häufigkeit oft. Aber solche Durchschnittswerte sagen wenig darüber aus, was für dich und deine Beziehung wirklich stimmig ist.

Aus meiner Sicht ist deshalb nicht die wichtigste Frage: „Wie oft haben wir Sex?“

Hilfreicher ist: „Wie erleben wir unsere Sexualität?“

Fühlt ihr euch danach verbunden, genährt und einander nah? Oder eher erschöpft, gekränkt, unter Druck gesetzt oder innerlich leer? Es gibt Paare, die sich selten sexuell begegnen und damit sehr zufrieden sind. Und es gibt Paare, die regelmäßig Sex haben, sich dabei aber kaum wirklich spüren.

Wenn dich die Frage nach der „normalen“ Häufigkeit beschäftigt, kann das ein Hinweis sein, dass etwas in eurer sexuellen Begegnung Aufmerksamkeit braucht. Nicht unbedingt die Frequenz ist dann das Problem, sondern vielleicht die Qualität, die Sicherheit, die Nähe oder das Gefühl, wirklich gemeint zu sein.

In der Sexualberatung schauen wir gemeinsam, was für dich oder euch stimmig ist – jenseits von Vergleichen, Leistungsdruck und vermeintlichen Normen.

Wenn eine Person in der Beziehung weniger oder keine Lust mehr auf Sex hat, ist das für beide Seiten oft schmerzhaft. Die lustvollere Person fühlt sich vielleicht zurückgewiesen, einsam oder nicht mehr begehrt. Die lustärmere Person fühlt sich häufig unter Druck, schuldig oder unverstanden.

Lustlosigkeit ist selten ein einfaches Problem. Sie kann viele Ursachen haben, zum Beispiel:

  • Stress und Erschöpfung
  • hormonelle Veränderungen
  • Medikamente
  • ungelöste Konflikte
  • alte Verletzungen
  • ein sexueller Ablauf, der die eigenen Bedürfnisse nicht trifft
  • ein Körper, der verlernt hat, sich Zeit für Erregung zu nehmen

Was meistens nicht hilft, sind Druck, Vorwürfe oder das Aushandeln einer festen sexuellen Frequenz. Lust entsteht selten dort, wo sie eingefordert wird.

Hilfreicher ist es, gemeinsam zu verstehen:

Was bräuchte die lustärmere Person, um wieder mehr Zugang zum eigenen Körper und zur eigenen Erregung zu finden?

Und ebenso wichtig: Wie kann die lustvollere Person mit Frustration, Sehnsucht oder dem Gefühl von Ablehnung umgehen, ohne sich selbst zu verlieren?

In meiner Beratung arbeite ich allparteilich. Das bedeutet: Ich nehme beide Bedürfnisse ernst, ohne eine Seite zur „richtigen“ oder „falschen“ zu erklären. Oft zeigt sich dann, dass es gar nicht nur um mehr oder weniger Sex geht, sondern um Sicherheit, Eigenständigkeit, Nähe und das Gefühl, gesehen zu werden.

Nein. Eine sexlose Phase bedeutet nicht automatisch, dass eine Beziehung am Ende ist.

Viele Paare erleben Phasen ohne Sexualität – über Wochen, Monate oder manchmal auch Jahre. Das kann sehr belastend sein, muss aber nicht bedeuten, dass keine Liebe, keine Verbundenheit oder keine Zukunft mehr vorhanden ist.

Häufig zeigt eine sexlose Beziehung, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Vielleicht möchte eine Person mehr Sex, die andere weniger. Vielleicht haben sich unausgesprochene Verletzungen angesammelt. Vielleicht sind Erschöpfung, Elternschaft, Wechseljahre, hormonelle Verhütung, Medikamente oder körperliche Veränderungen beteiligt.

Auch wichtig: Sexualität bleibt in langen Beziehungen selten von selbst lebendig. Am Anfang trägt oft die Aufregung des Neuen. Später braucht Sexualität bewusste Aufmerksamkeit, Nachjustierung und manchmal auch neue Formen von Nähe.

Ich erlebe Paare, die nach Jahren ohne Sex wieder zueinanderfinden. Und ich erlebe Paare, die in dieser Phase erkennen, dass sie sich innerlich voneinander entfernt haben. Beides darf sein.

Eine Beratung bietet einen geschützten Rahmen, in dem ausgesprochen werden kann, was sich angesammelt hat: Enttäuschung, Sehnsucht, Rückzug, Wut, Scham oder Trauer. Oft entsteht schon dadurch wieder mehr Klarheit – und manchmal auch ein erster neuer Kontakt.

Bei Erektionsproblemen oder vorzeitigem Samenerguss ist zunächst eine medizinische Abklärung in einer urologischen Praxis sinnvoll. Körperliche Ursachen sollten ausgeschlossen oder behandelt werden, bevor wir auf der sexologischen Ebene weiterarbeiten.

Wenn medizinisch nichts Auffälliges vorliegt, geht es in der Beratung häufig um das Zusammenspiel von Körper, Erregung, Druck und Wahrnehmung.

Eine Erektion ist kein reines Willensgeschehen. Sie braucht Entspannung, Durchblutung, ein gewisses Maß an Sicherheit und ein Nervensystem, das nicht im Alarmzustand ist. Gerade der Wunsch, „funktionieren“ zu müssen, kann genau das verhindern, was eigentlich entstehen soll.

In meiner Arbeit orientiere ich mich unter anderem am Ansatz des Sexocorporel. Dabei schauen wir auf körperliche Faktoren wie:

  • Atmung
  • Bewegung
  • Rhythmus
  • Muskelspannung
  • Wahrnehmung des eigenen Genitals
  • innere Erregungssteuerung

Häufig haben Männer in der Selbstbefriedigung über Jahre einen sehr engen, schnellen oder stark angespannten Modus entwickelt. Wenn im Paarsex dann Erwartungsdruck dazukommt, reagiert der Körper nicht selten mit Rückzug, Kontrollverlust oder Anspannung.

In der Sexualberatung geht es nicht darum, „besser zu performen“. Es geht darum, den eigenen Körper wieder differenzierter zu spüren, Erregung anders zu regulieren und einen freundlicheren Zugang zur eigenen Sexualität zu entwickeln. Aus diesem Spüren heraus kann sich vieles verändern.

Ja, Sexualberatung kann bei Schmerzen beim Sex unterstützend wirken. Gleichzeitig ist eine medizinische Abklärung in einer gynäkologischen Praxis wichtig, um körperliche Ursachen wie Endometriose, hormonelle Veränderungen, Hauterkrankungen, Entzündungen oder andere Faktoren auszuschließen.

Sexologische Arbeit kann besonders hilfreich sein, wenn der Beckenboden chronisch angespannt ist, zum Beispiel bei Vaginismus oder Dyspareunie. Auch nach belastenden Erfahrungen kann der Körper Schutzmechanismen entwickeln, die sich später als Schmerz, Anspannung oder Rückzug zeigen.

In meiner Beratung arbeite ich traumasensibel und in deinem Tempo. Es geht nicht darum, Penetration „wieder hinzubekommen“. Es geht darum, einen sicheren, liebevollen Zugang zum eigenen Körper, zum eigenen Genital und zum eigenen Empfinden zu finden.

Wir arbeiten mit Atem, Wahrnehmung, kleinen Schritten und viel Respekt vor den Grenzen deines Körpers. Dein Körper hat Gründe, warum er reagiert, wie er reagiert. Diese Gründe dürfen wir behutsam erforschen.

Viele Klient:innen erleben bereits Entlastung, wenn sie die Logik ihres Körpers besser verstehen. Schmerz und Anspannung können sich Schritt für Schritt verändern, wenn der Körper merkt: Hier muss ich mich nicht mehr schützen.

Ja, das kann gelingen. Aber meist nicht, indem alles wieder so wird wie vorher.

Eine Affäre verändert eine Beziehung tiefgreifend. Was danach entstehen kann, ist nicht einfach die Wiederherstellung des Alten, sondern etwas Neues. Manche Paare finden nach einer Affäre zu einer ehrlicheren, lebendigeren Form von Beziehung. Andere erkennen im Aufarbeitungsprozess, dass ihre Wege auseinandergehen. Beides kann ein stimmiger Weg sein.

In der Beratung geht es nicht darum, eine Affäre zu rechtfertigen oder kleinzureden. Es geht aber auch nicht darum, eine Person dauerhaft zur „schuldigen“ Person zu machen.

Eine Affäre ist häufig ein Symptom. Manchmal steht sie für ein unausgesprochenes Bedürfnis, eine biografische Wiederholung, eine lange vermiedene Wahrheit oder ein Thema, das in der Beziehung keinen Raum gefunden hat.

Erst wenn wir verstehen, wofür die Affäre stand, kann klarer werden, was es jetzt braucht: Trauer, Ehrlichkeit, Verantwortung, neue Vereinbarungen, langsamen Vertrauensaufbau – oder eine Trennung in Würde.

Eine Paarberatung kann helfen, diese Gespräche nicht allein führen zu müssen.

Vertrauen lässt sich nicht einfach beschließen. Es entsteht langsam – durch viele kleine Erfahrungen, in denen Worte und Handlungen wieder zusammenpassen.

Nach einem Vertrauensbruch braucht es meist mehrere Ebenen gleichzeitig:

Die verletzte Person braucht Raum für Schmerz, Wut, Trauer und Fragen. Sie muss nicht „schnell darüber hinwegkommen“. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht dauerhaft in der Wiederholung der Verletzung steckenzubleiben.

Die Person, die Vertrauen verletzt hat, braucht die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, transparent zu sein und die eigenen Beweggründe ehrlich anzuschauen – ohne sich zu rechtfertigen oder den Schmerz der anderen Person vorschnell wegzuerklären.

Vertrauen wächst nicht durch Kontrolle allein. Es wächst durch Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und die Erfahrung, dass schwierige Gefühle gehalten werden können.

In der Paarberatung entsteht ein Rahmen, in dem nichts beschönigt, aber auch nichts unnötig dramatisiert werden muss. So kann Schritt für Schritt sichtbar werden, ob und wie Vertrauen wieder entstehen kann.

Lustlosigkeit ist selten ein einfaches Problem. Sie kann viele Ursachen haben, zum Beispiel:

  • Stress und Erschöpfung
  • hormonelle Veränderungen
  • Medikamente
  • ungelöste Konflikte
  • alte Verletzungen
  • ein sexueller Ablauf, der die eigenen Bedürfnisse nicht trifft
  • ein Körper, der verlernt hat, sich Zeit für Erregung zu nehmen

Was meistens nicht hilft, sind Druck, Vorwürfe oder das Aushandeln einer festen sexuellen Frequenz. Lust entsteht selten dort, wo sie eingefordert wird.

Hilfreicher ist es, gemeinsam zu verstehen:

Was bräuchte die lustärmere Person, um wieder mehr Zugang zum eigenen Körper und zur eigenen Erregung zu finden?

Und ebenso wichtig: Wie kann die lustvollere Person mit Frustration, Sehnsucht oder dem Gefühl von Ablehnung umgehen, ohne sich selbst zu verlieren?

In meiner Beratung arbeite ich allparteilich. Das bedeutet: Ich nehme beide Bedürfnisse ernst, ohne eine Seite zur „richtigen“ oder „falschen“ zu erklären. Oft zeigt sich dann, dass es gar nicht nur um mehr oder weniger Sex geht, sondern um Sicherheit, Eigenständigkeit, Nähe und das Gefühl, gesehen zu werden.

Ständiger Streit und völliges Schweigen wirken gegensätzlich, haben aber oft eine ähnliche Wurzel: Beide Menschen fühlen sich nicht mehr wirklich erreicht.

In vielen Beziehungen entstehen mit der Zeit feste Reaktionsschleifen. Eine Person zieht sich zurück, die andere setzt nach. Je mehr die eine Person nach Nähe sucht, desto mehr fühlt sich die andere bedrängt. Oder eine Person wird laut, die andere macht innerlich zu. Beide versuchen sich zu schützen – und verletzen sich dabei immer wieder.

In der Paarberatung geht es deshalb zunächst nicht darum, einfach „besser zu kommunizieren“. Es geht darum zu verstehen, was unter dem Streit oder dem Schweigen liegt.

Welche Bedürfnisse melden sich?

Welche alten Verletzungen werden berührt?

Wovor schützt der Rückzug?

Was steckt hinter dem Vorwurf?

Wenn beide Seiten beginnen, ihre eigenen Anteile zu spüren, ohne sich sofort verteidigen zu müssen, kann wieder ein anderes Gespräch entstehen.

Ich biete dafür einen ruhigen, klaren Rahmen, in dem niemand vorgeführt wird und beide gleichermaßen zu Wort kommen.

Diese Frage kann niemand von außen beantworten. Auch eine Beratung sollte dir diese Entscheidung nicht abnehmen.

Mein Beitrag besteht darin, dir oder euch zu helfen, klarer zu sehen: Was ist wirklich noch da? Was ist verloren gegangen? Was wurde noch nie ausgesprochen? Wo gibt es Hoffnung – und wo vielleicht vor allem Erschöpfung?

Manchmal kommen Menschen mit der Frage nach Trennung oder Weitergehen in die Beratung und merken im Prozess, dass sie innerlich längst eine Entscheidung getroffen haben. Manchmal ist es die Entscheidung für eine Trennung. Manchmal ist es die Entscheidung, der Beziehung noch einmal eine echte Chance zu geben.

Beides darf sein.

In der Beratung darfst du Ambivalenz ernst nehmen: Verbundenheit und Zweifel, Müdigkeit und Hoffnung, Liebe und Enttäuschung. Auch eine bewusste, respektvolle Trennung kann ein Ergebnis von Beratung sein. Sie ist kein Scheitern. Manchmal ist sie die ehrlichste Form von Fürsorge füreinander.

Nach einer Geburt verändert sich vieles gleichzeitig: der Körper, der Hormonhaushalt, der Schlaf, die Identität, die Paarbeziehung und oft auch das Gefühl für den eigenen Körper.

Dass Sexualität in dieser Lebensphase anders ist oder zeitweise in den Hintergrund tritt, ist sehr häufig. Lust reagiert sensibel auf Erschöpfung, Stillzeit, hormonelle Veränderungen, Schlafmangel und das Gefühl, dass der eigene Körper gerade vor allem für andere da ist.

Auch körperliche Themen können eine Rolle spielen, zum Beispiel:

  • Beckenbodenanspannung
  • Schmerzen durch Geburtsverletzungen
  • Narben
  • Sensibilitätsveränderungen
  • Trockenheit
  • Angst vor Schmerz oder erneuter Überforderung

Diese Beschwerden sollten gynäkologisch oder physiotherapeutisch abgeklärt werden.

Daneben kann Sexualberatung helfen, Sexualität nach der Geburt neu zu entdecken – langsamer, achtsamer und ohne Erwartungsdruck. Manchmal geht es zunächst nicht um Sex, sondern um Berührung, Entlastung, Schlaf, Körpergefühl oder ein ehrliches Gespräch über das, was zwischen euch unausgesprochen geblieben ist.

Auch das emotionale Erleben des nicht-gebärenden Elternteils darf Raum bekommen. Es wird oft übersehen, gehört aber zur Dynamik des Paares dazu.

Immer mehr Menschen hinterfragen klassische Beziehungsvorstellungen und fragen sich, welche Form von Beziehung wirklich zu ihnen passt. Das kann eine bewusste Öffnung einer langjährigen Partnerschaft sein, eine polyamore Konstellation oder eine Suche nach etwas zwischen Monogamie und Nicht-Monogamie.

Dabei gibt es kein allgemeingültiges „richtig“ oder „falsch“. Entscheidend ist, ob eine Beziehungsform für die beteiligten Menschen tragfähig, ehrlich und verantwortungsvoll gestaltet werden kann.

In der Beratung geht es unter anderem um Fragen wie:

  • Was suche ich wirklich?
  • Was hoffe ich in einer offenen Beziehung oder Polyamorie zu finden?
  • Welche Ängste oder Unsicherheiten tauchen auf?
  • Welche Vereinbarungen brauchen wir?
  • Was ist verhandelbar – und was nicht?
  • Wie gehen wir mit Eifersucht, Trauer oder Vergleich um?

Ich arbeite in diesem Feld wertfrei und ohne Agenda. Ich bin weder dafür noch dagegen. Mein Anliegen ist, dass ihr eine Form findet, die eurer inneren Wahrheit entspricht und in der alle Beteiligten gut aufgehoben sind.

Gerade bei offenen Beziehungen oder polyamoren Konstellationen kann ein professioneller Rahmen hilfreich sein, bevor Verletzungen entstehen oder unausgesprochene Erwartungen zu Konflikten führen.

Sehr wahrscheinlich: ja.

Sexuelle Fantasien sind vielfältig. Was uns erregt, folgt oft einer eigenen inneren Logik. Diese Logik ist nicht immer sofort verständlich – und sie muss auch nicht sofort erklärt werden.

Viele Menschen sind erleichtert, wenn sie hören: Fantasien sind keine Verträge mit der Realität. Eine Fantasie zu haben bedeutet nicht automatisch, dass du sie ausleben möchtest. Sie kann ein Schutzraum sein, ein Spielraum, ein innerer Erregungsraum oder eine Möglichkeit, etwas zu fühlen, das im Alltag keinen Platz hat.

In der Sexualberatung können wir Fantasien behutsam anschauen, ohne sie zu bewerten. Dabei geht es nicht darum, dich in eine Schublade zu stecken. Es geht darum zu verstehen, welche Bedeutung deine Fantasien für dich haben und ob du sie als Ressource, als Konflikt oder als Verunsicherung erlebst.

Das gilt ausdrücklich auch für queere Identitäten, kinky Vorlieben, BDSM, nicht-monogame Wünsche oder Begehren, die nicht in gängige Vorstellungen passen.

Die Begriffe Sexualberatung, Sexualtherapie, Paarberatung und Paartherapie werden im Alltag oft unterschiedlich verwendet. Die Übergänge sind fließend.

Sexualberatung arbeitet häufig mit Aufklärung, Reflexion, Wahrnehmungsschulung, Körperübungen und konkreten Impulsen für den Alltag. Sie eignet sich für viele Anliegen rund um Lust, Erregung, Beziehung, sexuelle Identität, Schmerzen, Unsicherheit oder Veränderungen in bestimmten Lebensphasen.

Sexualtherapie geht oft tiefer und arbeitet stärker mit psychotherapeutischen Methoden, besonders bei festgefahrenen Mustern, Traumafolgen oder spezifischen sexuellen Funktionsstörungen.

Paarberatung oder Paartherapie richtet den Blick stärker auf die Dynamik zwischen zwei Menschen: Kommunikation, Nähe, Konflikte, Vertrauen, Affären, Trennungsgedanken oder gemeinsame Entwicklung. Sexualität kann dabei ein zentrales Thema sein, muss es aber nicht.

In meiner Arbeit überschneiden sich diese Bereiche häufig. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, was du oder ihr gerade braucht.

Wenn ich den Eindruck habe, dass Beratung allein nicht ausreicht – zum Beispiel bei Suchtthemen, schweren Traumafolgen oder psychischen Erkrankungen, die psychotherapeutische Begleitung brauchen –, sage ich das offen und unterstütze dich dabei, eine passende ergänzende Unterstützung zu finden.

Sexualberatung und Paarberatung sind in der Regel keine Kassenleistungen. Die Kosten werden von gesetzlichen und privaten Krankenkassen normalerweise nicht übernommen. Du zahlst die Beratung daher selbst und erhältst selbstverständlich eine Quittung.

Wenn die Kosten für dich ein Hindernis sind, sprich mich gern an. Mir ist wichtig, dass Beratung nicht nur für Menschen zugänglich ist, die sie sich finanziell leicht leisten können.

Nein. In meiner Praxis findet keine Nacktheit und keine körperliche Berührung statt.

Diese Frage ist vielen Menschen unangenehm, und gerade deshalb ist mir eine klare Antwort wichtig: Du bleibst während der gesamten Beratung bekleidet. Wir treffen uns in meinen Räumlichkeiten in einer Praxisgemeinschaft und arbeiten ausschließlich im Gespräch sowie mit angeleiteten Wahrnehmungs- oder Atemübungen.

Zu Beginn sprechen wir darüber, was dich beschäftigt. Du entscheidest, wie detailliert oder allgemein du erzählen möchtest. Ich frage strukturiert nach, um dein Erleben, deine Sexualität und dein Anliegen besser zu verstehen. Dabei geht es nicht um Bewertung, sondern um Orientierung.

Manchmal leite ich kleine Übungen an, zum Beispiel:

  • eine Atemübung
  • einen Bodyscan im Sitzen
  • eine Wahrnehmungsübung
  • eine Reflexion zu Körper, Nähe oder Erregung

Konkrete Übungen für die Selbstwahrnehmung oder Sexualität finden zu Hause statt – in deinem eigenen geschützten Raum. In der nächsten Sitzung schauen wir gemeinsam, was du erlebt hast und was sich daraus ableiten lässt.

Du kannst allein kommen oder gemeinsam mit deinem:r Partner:in. Beides kann sinnvoll sein. Auch wenn dein:e Partner:in nicht mitkommen möchte oder kann, lohnt sich Beratung oft. In Beziehungen verändert sich manchmal schon viel, wenn eine Person beginnt, anders auf sich selbst und das gemeinsame Erleben zu schauen.

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Du musst nicht wissen, wo du anfangen sollst. Du musst nur anfangen. Schreib mir, was dich beschäftigt — der Rest klärt sich in unserem ersten Gespräch.